Was ist Raucherhusten?Wenn Raucher morgens husten

In Kürze:

  • Der Begriff „Raucherhusten“ wird umgangssprachlich für einen chronischen Husten verwendet, der mit zähem Auswurf einhergeht.
  • Raucherhusten kann ein Anzeichen für eine chronische Erkrankung der Lunge sein.
  • Die Therapie beginnt mit einem Rauch-Stopp.

Definition: Was ist Raucherhusten?

In der Medizin bezeichnet Raucherhusten kein eigenständiges Krankheitsbild. Der Begriff wird eher umgangssprachlich für eine bestimmte Symptomatik verwendet, die sich bei etwa einem Drittel aller Raucher nach mehrjährigem Zigarettenkonsum einstellt:

  • Raucherhusten ist ein chronischer Husten, der vor allem morgens auftritt.
  • Die Betroffenen husten Schleim ab, der sich als Abwehrreaktion auf eindringende Schadstoffe in den Bronchien gebildet hat.
  • Begleitet wird der Husten oft von zähem Auswurf, der eine bräunliche Verfärbung aufweisen kann.
  • Weitere Infos auf leichter-atmen.de: Husten mit Auswurf – Was die Farbe des Schleims über die Ursache verrät
Frau raucht eine Zigarette

Raucherhusten ist die Folge von langjährigem Rauchen oder Passiv-Rauchen. Wer täglich mehrere Zigaretten raucht, wird über kurz oder lang gesundheitliche Verschlechterungen feststellen.

Was passiert in den Atemwegen?

Beim Rauchen gelangen mehr als 9.000 verschiedene chemische Verbindungen in die Atemwege – davon sind viele als giftige Schadstoffe bekannt. Kurzfristig steigen dadurch Puls und Blutdruck, der Kreislauf wird geschwächt und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Mittel- bis langfristig können die Giftstoffe entzündliche Prozesse in der Lunge in Gang setzen, in deren Verlauf sich Raucherhusten entwickelt.

So entsteht Raucherhusten:

1. Schadstoffe beschädigen das Reinigungssystem der Lunge

Im gesunden Zustand transportieren die Flimmerhärchen eindringende Schadstoffe über einen dünnen Schleimfilm aus den Atemwegen hinaus. Die im Zigarettenrauch enthaltenen Schadstoffe lähmen die Flimmerhärchen und erschweren ihre Arbeit.

2. Die Schleimhaut in den Bronchien entzündet sich

Wenn der Abtransport der Schadstoffe ins Stocken gerät, schwillt die Schleimhaut an und produziert mehr Sekret, um die Atemwege zu schützen.

3. Festsitzendes Sekret stört die Atmung

Das vermehrte Sekret reizt die Atemwege und muss von den Betroffenen regelmäßig abgehustet werden. Bei einer anhaltenden Schadstoffbelastung wird der Schleim immer zäher und das Abhusten fällt schwerer. Es kommt zum typischen Raucherhusten.

Anzeichen für chronische Lungenerkrankung?

Die möglichen Folgen von Raucherhusten sind beträchtlich:

  • Ein Raucherhusten ist ein Anzeichen für eine typische Raucherkrankheit – die chronische Bronchitis. Eine chronische Bronchitis ist definiert als das Auftreten von Husten und Auswurf über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten in 2 aufeinanderfolgenden Jahren.
  • Schreiten die entzündlichen Prozesse voran, droht in vielen Fällen das Entstehen einer chronisch obstruktiven Bronchitis, die dem Krankheitsbild der COPD zugeordnet wird.

Die Raucherkrankheit COPD

Wenn die entstandenen Schäden in der Lunge irreparabel geworden sind, sich also therapeutisch nicht mehr heilen lassen, spricht man von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung – der COPD. Eine COPD ist eine schwere Erkrankung, die mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung einhergeht.

Die COPD zählt neben Asthma und Diabetes zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Schätzungen gehen davon aus, dass 6 Mio. Patienten an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit leiden. Selten ist die Ursache für eine Erkrankung so eindeutig wie bei einer COPD: 9 von 10 Patienten rauchen oder haben früher geraucht.

Mehr Informationen zum Krankheitsbild COPD   finden Sie auf cegla.de

Was hilft bei Raucherhusten?

Wenn Sie Raucherhusten loswerden möchten, ist der erste und erfolgversprechendste Schritt ein Rauch-Stopp. Wer mit dem Rauchen aufhört, profitiert kurz- und langfristig von einer stark verbesserten Lebensqualität, besseren Gesundheitswerten und einer höheren Lebenserwartung.

Diese Behandlungsmöglichkeiten tragen dazu bei, Ihren Husten zu lindern und das Abhusten von zähem Schleim zu erleichtern:

  • Hustenlöser: Bestimmte Wirkstoffe haben eine schleimlösende Wirkung. Dazu gehören synthetische Präparate wie Ambroxol oder Acetylcystein und pflanzliche Präparate z. B. mit Efeu, Thymian oder Primel.
  • Atemtherapie mit dem RC-Cornet® PLUS: Das Atemtherapiegerät löst festsitzendes Sekret in den Bronchien und reduziert den Husten. Die Anschaffung empfiehlt sich vor allem bei chronischem Husten mit zäher Verschleimung.
  • Inhalationen mit isotonischer Kochsalzlösung verflüssigen zähen Schleim und beugen akuten Infektionen der Atemwege vor.
  • Sekretmobilisation: Wenn Sie unter einer starken Verschleimung der Bronchien leiden, sind sekretmobilisierende Übungen und Techniken sehr effektiv. Diese können Sie bei niedergelassenen Atemphysiotherapeuten oder in einer Lungenfachklinik erlernen.

Erfahren Sie mehr im Artikel: Welche Behandlung hilft bei Raucherhusten?

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