Was ist Raucherhusten?

Raucherhusten - Wie das Rauchen die Lunge angreift

In der Regel ist Raucherhusten die Folge von langjährigem Rauchen oder Passiv-Rauchen. Die Symptome zeigen sich vor allem nachts und morgens - sie können ein Anzeichen für schwerwiegende Lungenkrankheiten sein, die der sofortigen therapeutischen Behandlung bedürfen.

Raucherhusten Die Vorgänge beim chronischen Raucherhusten spielen sich vornehmlich in den Bronchien ab. Hier sammelt sich zähflüssiger Schleim, der abgehustet werden muss.

Was ist Raucherhusten?

Wer täglich mehrere Zigaretten raucht, wird über kurz oder lang gesundheitliche Verschlechterungen feststellen: Kurzfristig steigen Puls und Blutdruck, der Kreislauf wird geschwächt und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Mittel- bis langfristig stellt sich ein weiteres Symptom ein, das mit entzündlichen Prozessen in der Lunge zusammenhängt: der Raucherhusten.

Raucherhusten ist ein chronischer Husten, der vor allem morgens auftritt. Dann wird der Schleim, der sich über Nacht in den Bronchien angesammelt hat, abgehustet. Begleitet wird der Husten daher oft von zähem Auswurf, der eine bräunliche Verfärbung aufweisen kann.

In der Medizin bezeichnet Raucherhusten jedoch kein eigenständiges Krankheitsbild. Der Begriff wird eher umgangssprachlich für ein Symptom verwendet, das sich häufig nach mehrjährigem Zigarettenkonsum einstellt und das auf eine schwere Lungenerkrankung hinweist. Dabei kann es sich um typische Raucherkrankheiten wie die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem handeln, die dem Krankheitsbild der „COPD“ zugeordnet werden. Eine COPD ist eine schwere, unheilbare Erkrankung, die mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung einhergeht.

Wie entsteht Raucherhusten?

Beim Rauchen gelangen mehr als 12000 verschiedene chemische Verbindungen in die Atemwege – davon sind etwa 2000 als giftige Schadstoffe bekannt. Auf Dauer verursachen diese Giftstoffe Schäden, die entzündliche Umbauprozesse in der Lunge in Gang setzen. Raucherhusten ist ein Symptom, das sich im Laufe dieser Prozesse entwickelt.

Zunächst beeinflussen die im Zigarettenrauch enthaltenen Giftstoffe das Reinigungssystem der Lunge: die sogenannten Flimmerhärchen transportieren im gesunden Zustand eindringende Schadstoffe über einen dünnen Schleimfilm, der die Atemwege von innen überzieht, wieder hinaus. Beim Rauchen steigt die Anzahl der eindringenden Giftstoffe um ein Vielfaches. Die Folge sind anschwellende Schleimhäute, die mehr Sekret produzieren, um die Atemwege weiterhin zu schützen. Das vermehrte Sekret jedoch reizt die Atemwege und muss von den Betroffenen regelmäßig abgehustet werden. Es kommt zum Raucherhusten.

Bei starken Rauchern stellt sich der Husten oft bereits nach wenigen Jahren ein - zunächst nur schwach ausgeprägt, bei fortgesetztem Zigarettenkonsum jedoch mit steigender Heftigkeit und vermehrtem Auswurf. Aufgrund dieses schleichenden Verlaufs der Symptome arrangieren sich viele Raucher mit dem begleitenden Husten. Der Gang zum Arzt bleibt daher oft aus und eine frühe Diagnose möglicher chronischer Erkrankungen ebenso.

Vom Raucherhusten zur COPD

Die ausbleibende Diagnose des Raucherhustens kann fatale Folge für die Betroffenen haben: Am Anfang sind die durch die Giftstoffe verursachten Schäden noch reparabel, wenn die Betroffenen aufhören zu rauchen und die Symptome therapeutisch bekämpfen. Wenn die Schäden jedoch irreparabel geworden sind, sich also therapeutisch nicht mehr heilen lassen, spricht man von einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung - der COPD.

Eine COPD entsteht, wenn Teile des Lungengewebes von den Schadstoffen angegriffen und zerstört werden. Die Beschädigung der Flimmerhärchen schreitet dann so weit voran, dass die Giftstoffe immer unzureichender abtransportiert werden. Nun kommt es zu häufigen Entzündungen der Bronchien, die den Giftstoffen schutzlos ausgeliefert sind. Dieser Erkrankungsverlauf mündet direkt in eine chronische Bronchitis und schließlich in eine COPD.

Die Raucherkrankheit COPD

Die COPD zählt neben Asthma und Diabetes zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Schätzungen gehen davon aus, dass 6 Mio. Patienten an der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit leiden. Selten ist die Ursache für eine Erkrankung so eindeutig wie bei einer COPD: 9 von 10 Patienten rauchen oder haben früher geraucht.

Eine COPD entsteht meist im 4. bis 5. Lebensjahrzehnt nach langjährigem Zigarettenkonsum. Diagnostiziert wird sie jedoch häufig erst im fortgeschrittenen Stadium. Dann ist zu den Symptomen Raucherhusten und Auswurf ein weiteres Symptom hinzugekommen: die Atemnot. Die Betroffenen spüren sie zunächst nur bei Belastung, etwa beim Sport oder beim Treppensteigen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann sie jedoch immer stärker werden und den Bewegungsradius der Patienten immer weiter einschränken.

Zudem drohen im Anschluss an eine COPD weitere schwere Folgeerkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes oder Osteoporose. Um diese Entwicklung aufzuhalten, ist eine möglichst früh einsetzende Behandlung des Raucherhustens von großem Vorteil. Bei ersten Anzeichen ist der Gang zum Arzt also unbedingt erforderlich.

Raucherhusten Therapie

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